EUREGIOnal nachhaltig

Unter dem Oberthema „EUREGIOnal nachhaltig“ finden die Projekttage der Einführungsphase jährlich als grenzüberschreitendes Bildungsprojekt über drei Tage hinweg statt. 60 Schülerinnen und Schüler der des Werner-von-Siemens Gymnasiums arbeiten dabei gemeinsam mit Lernenden der niederländischen Partnerschule Het Stedelijk Lyceum Enschede an zentralen Zukunftsfragen der Euregio. Ziel ist es, Nachhaltigkeit im europäischen Grenzraum aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und gemeinsam praktische, kreative und zukunftsorientierte Ideen zu entwickeln.

In gemischten deutsch-niederländischen Gruppen beschäftigen sich die Teilnehmenden unter anderem mit ökologischen, sozialen und kulturellen Aspekten der Nachhaltigkeit. Dazu gehören Projekte zur EUREGIO­nalen Kommunikation und Zusammenarbeit (siehe "EUREGIONALE KOMMUNIKATION"), zur regionalen und nachhaltigen Ernährung (siehe "EUREGIONACHHALTIGE KOCHKURSE"), zur nachhaltigen Nutzung von Wasserressourcen (siehe "WASSER EUREGIONAL"), zum generationenübergreifenden Austausch (siehe "EUREGIONALE BEGEGNUNG"), sowie zur Bedeutung und zum Schutz von Natur- und Moorlandschaften (siehe "HÜNDFELDER MOOR").

Ein Bestandteil der Projekttage ist zudem praxisnahes Arbeiten, etwa durch Exkursionen, Befragungen oder kleine Forschungsaufträge vor Ort. Die Ergebnisse werden kreativ aufbereitet, präsentiert und im europäischen Kontext reflektiert. So fördern die Projekttage nicht nur Wissen über Nachhaltigkeit, sondern auch interkulturelle Kompetenz, Teamarbeit und europäisches Miteinander.

Am 10. Februar besuchten Schülerinnen und Schüler des Werner-von-Siemens-Gymnasiums die Hochschule Saxion. Ziel des Besuchs war es, mehr über die EUREGIO und die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Niederlanden zu erfahren. Bereits vor dem modernen Gebäude wurde deutlich, wie international die Hochschule ausgerichtet ist. In einer Präsentation erhielten die Teilnehmenden Einblicke in Themen wie nachhaltigen Transport und regionale Wirtschaft. Besonders spannend war die Idee, wie eine App Menschen in der Region besser vernetzen könnte. Anschließend arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen weiter und führten Interviews. Dabei diskutierten sie über Vorteile der EUREGIO und mögliche Zukunftsideen. Viele empfanden die Gruppenarbeit als interessant, weil ein offener Austausch möglich war. Einige berichteten, dass sie durch den Besuch ihren Horizont erweitern konnten. Insgesamt war es ein lehrreicher und abwechslungsreicher Tag.

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1. Tag

Der Kurs begann mit der Suche nach Rezepten. Die Teilnehmer machten sich auf den Weg, um regionale Produkte einzukaufen. Die Anlaufstellen waren Lidl und K+K, wobei K+K ein regionaler Laden im Westmünsterland ist. Diese Einkaufstour stellte sicher, dass die Zutaten frisch und lokal waren, was nicht nur die Qualität der Speisen erhöhte, sondern auch die lokale Wirtschaft unterstützte.

 

2. Tag

Am zweiten Tag wurden die Rezepte nun zubereitet. Die Gruppen arbeiteten mit großem Elan an ihren kulinarischen Kreationen. Jeder Schritt des Zubereitungsprozesses wurde sorgfältig dokumentiert, um den Umgang mit den regionalen Lebensmitteln festzuhalten. Die Teilnehmer lernten nicht nur die einzelnen Schritte der Zubereitung, sondern auch viel über die Herkunft der Zutaten und ihre Bedeutung für die Nachhaltigkeit. Am Ende des Tages standen die liebevoll zubereiteten Speisen bereit zum Verzehr, und die Freude über das gemeinsame Kochen sowie die Wertschätzung für die regionale Küche waren deutlich spürbar.

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Im Rahmen der Projekttage beschäftigten wir uns intensiv mit dem Thema Wasser in der EUREGIO. Ziel dieser Projekttage war es, den Ablauf eines begleiteten Projektes kennenzulernen und sich mit unterschiedlichen Arbeitsformen rund um das Thema Wasser auseinanderzusetzen. Dabei stand nicht das Endergebnis, sondern der gemeinsame Arbeitsprozess im Vordergrund.

Zu Beginn nahmen wir an einer Präsentation von Tom Voortmann teil. In seinem Vortrag führte er in das Thema Wasser ein und stellte verschiedene Aspekte und Fragestellungen vor, die für die EUREGIO von Bedeutung sind. Die Präsentation diente als inhaltliche Grundlage und gab Impulse für die anschließende Gruppenarbeit und die eigene Auseinandersetzung mit dem Thema.

Anschließend arbeiteten wir in Kleingruppen weiter. Unsere Aufgabe bestand darin, eigene Präsentationen zum Thema Wasser zu erstellen. Dabei nutzten wir das GPRW als zentrale Grundlage. Zunächst besprachen wir in den Gruppen, wie wir unsere Präsentationen aufbauen wollten und welche Schwerpunkte wir setzen. Die Aufgaben wurden innerhalb der Gruppen verteilt, sodass jede Person einen Teil zur gemeinsamen Arbeit beitragen konnte. Während der Arbeitsphasen sammelten wir Informationen, strukturierten Inhalte und tauschten uns regelmäßig über den Stand unserer Arbeit aus. Die Lehrkräfte begleiteten die Gruppenarbeit unterstützend, ohne den Arbeitsprozess vorzugeben.

Am zweiten Projekttag verlagerte sich unsere Arbeit vom Klassenraum nach draußen. Ziel war es, das Thema Wasser nicht nur theoretisch zu betrachten, sondern direkt vor Ort in Gronau zu untersuchen und zu erleben. Gemeinsam mit unserem Lehrer Herrn Adamsky machten wir uns auf den Weg durch die Stadt. An verschiedenen Stationen hielten wir an, um mehr über die jeweiligen Orte und ihre Bedeutung für das Wasser in der Region zu erfahren. Herr Adamsky und Max erklärten uns die Besonderheiten der einzelnen Stellen und gaben zusätzliche Informationen zur Entwicklung und Nutzung der Gewässer.

Unsere erste Station war der Wasserturm, wo wir mehr über die Wasserversorgung und die historische Bedeutung des Bauwerks erfuhren. Anschließend gingen wir zu der Stelle, an der die Dinkel wieder zusammenführt, und lernten, wie sich der Flusslauf verändert und welche Auswirkungen dies auf die Umgebung hat. Im Stadtpark begleiteten wir die Dinkel, beobachteten die Uferbereiche und sammelten Wasserproben sowie Müll aus dem Wasser. Dadurch konnten wir selbst aktiv werden und einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Nach einer kurzen Pause setzten wir unseren Weg durch die Innenstadt bis zum Lagagelände und in den nördlichen Teil der Stadt fort. Zum Abschluss gönnten wir uns gemeinsam ein Eis, bevor wir zur Schule zurückkehrten.

Die Projekttage boten uns die Möglichkeit, Wasser in unserer direkten Umgebung bewusst wahrzunehmen, ökologische Zusammenhänge besser zu verstehen und praktische Erfahrungen zu sammeln. Durch die Präsentationen, die Gruppenarbeit und die Beobachtungen vor Ort konnten wir den gesamten Ablauf eines Projektes kennenlernen – von der Einführung über die Planung bis zur praktischen Umsetzung – und unser Wissen über Wasser in der EUREGIO vertiefen.

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Im Rahmen der Projekttage des Werner-von-Siemens-Gymnasiums haben sich die Schüler der Gruppe „EUREGIOnale Begegnung“ einer Aufgabe angenommen – sie wollen die verschiedenen Generationen über die Grenze hinaus einander näherbringen. „Wir wollen älteren Niederländern im Altenheim die Möglichkeit geben, mit jüngeren deutschen Schülern Zeit zu verbringen, um den Austausch auf mehreren Ebenen innerhalb der EUREGIO zwischen Jung und Alt zu fördern“, beschreibt die siebzehnjährige Schülerin Leni S. ihr Projekt.

Die schulischen Projekte erstreckten sich über drei Tage, in denen sich die Schüler intensiv mit der Thematik rund um die EUREGIO befassten. Am ersten Tag, dem Montag, begannen die Schüler der genannten Gruppe, erste Ideen zusammenzutragen und genauere Vorhaben zu formulieren. Um den Schülern den Grundgedanken der EUREGIO noch einmal näherzubringen, besuchte Milou Vaartjes von EUREGIO Youth die Gruppe. Sie erklärte zunächst einige Details zu ihrer Funktion und sicherte den Schülern ihre Unterstützung zu.

Der begleitende Lehrer Fabian Busch äußerte in einem Gespräch, er sei sehr gespannt, was sich die Schüler ausdenken würden, sei aber zuversichtlich und gehe von wirklich guten Ergebnissen aus. Dennoch habe er keine konkreten Erwartungen und sei offen für die Ideen der Schüler.

Aus den ersten Überlegungen der Jugendlichen ergab sich, dass die Gruppe einen Vormittag in einem Seniorenheim in den Niederlanden verbringen wollte. Bei diesem Besuch waren Spiele und kommunikative Aktivitäten geplant. Um dies umzusetzen, riefen die Schüler in ihrem schulisch erlernten Niederländisch bei einigen Seniorenheimen an. Leider erhielten die sechzehn- bis siebzehnjährigen Schüler aufgrund der kurzfristigen Anfrage keine konkreten Zusagen. Dennoch schienen die meisten Einrichtungen generell sehr interessiert zu sein und wollten zukünftige Kooperationen dieser Art nicht ausschließen.

Angesichts der vermehrten Absagen beschlossen die Lernenden, drei von ihnen zu entsenden, um die Idee den Seniorenheimen persönlich vorzustellen. Leider verlief auch dies aus den genannten Gründen erfolglos.

Am Morgen des Dienstags wurden zunächst die Ereignisse des vergangenen Tages besprochen und Alternativpläne angedacht. Schließlich einigten sich alle darauf, vorbereitend für zukünftige Gruppen, die dieses Projekt umsetzen möchten, einen Werbe-Flyer zu erstellen und eine E-Mail vorzuformulieren, um Seniorenheime in Zukunft einfacher für Aktionen dieser Art anfragen zu können. Diese wurden in einer direkt anschließenden Arbeitsphase erfolgreich erstellt. Zusätzlich soll auch eine Art „Imagefilm“ entstehen, der den Verlauf eines Besuchs der Schülergruppe anschaulicher darstellen soll.

Doch die Jugendlichen wollten nicht nur vorbereiten und planen – sie wollten auch in Aktion treten. Sie beschlossen daher, noch am selben Tag eine Reise nach Enschede anzutreten, um dort generationsbezogene Umfragen durchzuführen. Die Reaktionen auf die Umfrage waren weitgehend positiv. Viele der Befragten, sowohl Niederländer als auch Deutsche, zeigten sich sehr aufgeschlossen und freuten sich über die Initiative der Schüler.

Die Ergebnisse der Interviews wurden am letzten Tag, dem Mittwoch, zusammengetragen, ausgewertet und anschließend für den folgenden stufenweiten Museumsgang aller Gruppen anschaulich dargestellt.

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Im ersten Arbeitsschritt haben sie sich mit dem Thema Moore beschäftigt. Dabei haben sie herausgefunden, was Moore sind und wie sie entstehen. Außerdem haben sie erarbeitet, welche unterschiedlichen Arten von Mooren es gibt.

In einem weiteren Schritt haben sie untersucht, welche Faktoren einem Moor schaden und welche Bedingungen für den Erhalt und die Entwicklung eines Moores wichtig sind. Zudem haben sie sich mit den typischen Tierarten beschäftigt, die in Mooren leben, und deren besondere Anpassungen an diesen Lebensraum kennengelernt.

Ergänzend dazu besuchten sie mit der Gruppe das Hündfelder Moor. Bei diesem Exkurs in das Moorgebiet analysierten sie außerdem den Boden sowie die dort vorkommenden Bäume. Und nutzten ihr zuvor erarbeitetes Wissen.

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